35711349-1

Seit dem 1. Juli 2021 gilt ein EU-weiter Schwellenwert in Höhe von 10.000 EUR für Lieferungen von Waren an Konsumenten. Dieser ersetzt die zuvor geltenden länderspezifischen Lieferschwellen.
Liegen die Umsätze aus grenzüberschreitenden Warenverkäufen an Privatpersonen in der Europäischen Union (Fernverkäufe) über dem Schwellenwert von 10.000 EUR (netto), steht die Umsatzsteuer dem EU-Mitgliedstaat zu, in den die verkaufte Ware gelangt oder wo sie verbraucht wird. Der Händler muss die im Bestimmungsland geltenden Umsatzsteuersätze anwenden, die Umsatzsteuer dort melden und an die dort zuständige Finanzbehörde zahlen. Voraussetzung hierfür ist eine Registrierung zu Umsatzsteuerzwecken im jeweiligen Bestimmungsland der Ware. Alternativ können sich Händler seit dem 1. April 2021 für das One-Stop-Shop-Verfahren registrieren.

Der One-Stop-Shop ermöglicht es Händlern, sämtliche Verkäufe innerhalb der Europäischen Union zentral in nur einem EU-Mitgliedstaat (und nicht in 27) zu deklarieren und zu bezahlen. In diese einzige Erklärung fließen dann, aufgeschlüsselt auf die einzelnen Mitgliedstaaten, alle Fernverkäufe inkl. der darauf angefallenen Umsatzsteuer ein, die in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union getätigt wurden. Auch die Zahlung der sich hieraus ergebenden Umsatzsteuerschuld wird zentral an diese einzige Anlaufstelle geleistet.

Eine wesentliche Aufgabe der einzigen Anlaufstellen ist das sogenannte Clearing. Clearing bezeichnet die Auskehrung der vom Händler deklarierten und an die zuständige Anlaufstelle gezahlten Umsatzsteuer an die EU-Mitgliedstaaten, in denen die jeweiligen Verkaufsumsätze stattgefunden haben. Die Auskehrung der Umsatzsteuer an die EU-Mitgliedstaaten findet auf Grundlage der eingereichten OSS-Deklarationen statt.

Unsere Leistungen im Überblick

  • Unterstützung bei der Registrierung für die Teilnahme am OSS-Verfahren
  • Unterstützung bei der Abgabe der OSS-Meldung